von Jacob
Nach dem Start schlafe ich mit Ohrstöpseln und Schlafmaske schnell ein. Sabine kämpft auf ihrem Platz mit ihrem Sitznachbarn um den Fußplatz. Er schummelt seinen Fuß immer wieder zu ihr rüber. Sabine gewinnt den Kampf, dafür gähnt ein Passagier mit Mundgeruch hinter ihr jetzt regelmäßig so, dass alles stinkt. Sie lenkt sich mit, wie konnte es anders sein, Food Network im In-Flight Fernsehen ab bis sie auch müde ist und schlafen kann. Zumindest kurz, wirklich erholsam ist es aber nicht.
Wir landen pünktlich, bekommen unsere Koffer sofort und unser Abholservice ist auch innerhalb von Minuten bei uns. Direkt zum Hotel „Hilton Garden Inn / Tribeca“, es ist 6.30 Uhr das Zimmer ist erst ab 15.00 Uhr fertig. Wir geben die Koffer ab und setzen uns in ein gut bewertetes Diner um zu frühstücken. Das Essen ist gut, wir nehmen Pancakes und Omelette, überlegen unsere Route und wie wir den Tag so fürchterlich hundemüde überstehen können.


Wir gehen zur Subway, kaufen uns ein unlimited Ticket und düsen vom Süden Manhattans (Canal Street) ganz rauf zur 110th Street. Hier zeigt Sabine mir ihre damalige Wohnung (nach San Francisco hat sie hier auch ein paar Wochen lang gewohnt), es ist im Stiegenhaus warm und stickig, obwohl es draußen bei 14°C und bissi Wind recht frisch ist. Im vergangenen Hochsommer muss es hier tatsächlich unmöglich heiß und ungemütlich gewesen sein. Ich sehe mir gegenüber Sabines Wohnhaus über dem Park die St.John Cathedral an. Sabine sucht sich im Park ein sonniges ruhiges Plätzchen und wartet während ich die Stiegen hinauf steige und die 2011 teilweise abgebrannte Kirche besichtige. Sehr hohes Kirchenschiff, ähnlich unserem Stephansdom.



Zurück zu Sabine und ab in den Bus die Columbus Street runter zum American Museum of Natural History. Ein tolles Museum, von präparierten Elefantenherden, Blauwalen, Dinosaurierskeletten über Artefakte verschiedener Völker zu Meteoriten und Edelsteinen. Es sind viele Volkschulklassen hier, der Lärmpegel ist enorm. Sabine wird immer müder, bei den asiatischen Säugetieren setzt sie sich kurz hin und schläft (im sitzen!) ein. Der Flug hat sie total fertig gemacht. Sie kann kaum mehr stehen. Bei den nordamerikanischen Wäldern ist es ruhig und dunkel, hier sucht sie sich ein Bankerl und schläft eine halbe Stunde neben einem Aligator während ich mir das Stockwerk ansehe.









Um 14.00 Uhr wecke ich sie auf und wir fahren mit Bus und U-Bahn zum Hotel runter nach Tribeca. Zwölfter Stock ganz weit weg von den Aufzügen, wie wir es wollten. Wir waschen uns endlich und legen uns nur kuuuuurz ins Bett. Nur biiiiiiissi ausruhen. Vier Stunden später wachen wir auf. Hunger haben wir, Sabine kennt noch ein gutes Lokal namens „Empanada Mama„, also hinauf zur 44th St. / 8th Ave. Obwohl es ein klitzikleines Lokal und bummvoll ist bekommen wir gleich einen Tisch. Wir stopfen uns mit guten Empanadas voll. Gleich nachher gehen wir ein paar Straßen weiter zu Sabines geliebter Surfer Bar „Réunion„, benannt nach der gleichnamigen französischen Insel. Sehr cooles Lokal, wir trinken beide Cocktails, Sabine natürlich ohne Alkohol. Es wird immer später, wir gehen noch kurz im Hershey’s Store am Times Square shoppen, dann rein in die Subway und ins Hotel.


