Wohnmobil Tagebuch Teil 3: Südinsel Süden

Von Jacob

30.10.
Die Nacht auf unserem verlassenen Platzerl am Wasser war ruhig. Gut ausgeschlafen wollen wir heute nach Invercargill schauen. Wir fahren wiederum auf dem Highway 1 entlang direkt nach Invercargill rein. Ein Autofahrer schneidet beim Abbiegen quer über die Straße und wir haben fast einen Zusammenstoß! Was ist da los?? Wir fahren Richtung Stadtmitte und werden im Kreisverkehr blöd angehupt weil wir ein Wohnmobil sind. Das nervt uns. Blöde Stadt. Sonderlich sehenswert ist sie nicht, es ist eine sehr niedrig gebaute 50.000 Einwohner Stadt ohne richtigen Ortskern. Die drei Straßen, die diesen bilden, fahren wir kurz runter und hauen dann wieder ab. Nein, Invercargill wollen wir nicht. Pfui. Die sind blöd. Wir düsen weiter auf der 6er nach Norden.

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Hier bleiben wir über Nacht in Lumsden. Lumsden ist der letzte gut bewertete Gratiscampground bevor man sich auf die Sackgasse Richtung Te Anau/ Milford Sound macht und somit Umschlagplatz für Freedomcamper. Wir kommen an und haben gratis Internet aus der Bibliothek nebenan. Es gibt einen schönen Spielplatz für Momo, dem gefällt es hier sehr.  Auf der Hauptstraße kommen immer mehr Leute zusammen und bauen Absperrungen, eine Bühne und einen aufblasbaren Torbogen auf. Ah, jetzt hängen auch Schilder. Es ist die „Southern Bike Tour„. Anscheinend endet hier eine Etappe. Es kommen Schulklassen und einige Zuschauer. Sportfotografen und Journalisten sind hier und besetzen mit ihren Tausende Euro teuren Canon 1-DX Kameras mit Meterlangen Objektiven die besten Plätze.

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Southern Bike Tour

Die Fahrer zischen kurze Zeit später durch, 10 Minuten später gibts die Siegerehrung und schneller als man schauen kann war alles wieder abgebaut. Die Fotografen bearbeiten noch im Lokal nebenan ihre Fotos um sie schnell an die Redaktion zu schicken und telefonieren hektisch dabei. Dann sind auch sie weg. Der ganze Zauber war in weniger als 2 Stunden erledigt. In Lumsden war früher ein wichtiger Bahnhof, der ist jetzt zum (Camping-)Parkplatz umfunktioniert. Zwei Loks stehen noch herum, auf denen klettern wir herum und setzen uns ins Fahrerhäuschen.

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Da kommt wohl Regen…kam aber dann doch keiner
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Sonnenuntergang über der Bibliothek in Lumsden

Die Sonne geht unter und wir legen uns schlafen. Um 1 Uhr nachts war es mit der Nachtruhe aber zu Ende.

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Eine Sirene heult laut und hektisch!!! Was ist passiert? Brennt was? Tsunami?? Erdbeben??? Jetzt greift mein Notfallplan der schlaflosen Nacht vor ein paar Tagen. Schnell Autoschlüssel finden und ready machen um von Gebäuden und großen Bäumen wegzukommen! Ich hüpfe verschlafen aus dem Bett…unterschätze die Höhe und verknöchel mich gleich bei der Ankunft am Fußboden. So eine Sch**** ! Die Sirene brüllt weiter. Ich werde nervös und schau aus dem Fenster was draßen los ist. Hm…komisch. Die anderen scheinen fest zu schlafen, oder sie sind mächtig desinteressiert am Alarm. Nagut, dann regen wir uns halt auch wieder ab. Nichts passiert. Wir suchen im Internet nach News und werden dann fündig. Anscheinend parken wir direkt neben dem Spritzenhaus der ansässigen freiwilligen Feuerwehr. Es stellt sich heraus, dass es einfach nur der Ruf für die Freiwilligen ist, da es in der Gegend ein Auto überschlagen hat. Ohne Schwerverletzte, wie uns der Twitter Account des Lumsden Fire Departments verrät.

Najo. Geh ma halt wieder schlafen…

31.10.
Tanken. Heute müssen wir tanken, denn wir wollen nach Milford Sound im Fjordland! Da muss man alles voll auffüllen, denn ab Te Anau ist es eine Einbahnstraße ohne Tankstelle. Also noch in Lumsden zum Zapfhahn. Herrlich, nur 1.17 Neuseeland-Dollar pro Liter (0,69 Euro)! Gut getankt, los gehts. Die Fahrt nach Milford Sound ist superschön. Das Gertrude Valley führt uns kontinuierlich bergauf .

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Gertrude Valley

Links Berge, rechts Berge, vor uns ein schneebedeckter Gipfel und neben uns ein See. Herrliche Abwechslung von den vielen Schafen. Beim Lake Gunn machen wir Mittagspause und gehen den Lake Gunn Nature Walk. Der Wald hier sieht aus wie ein verwunschener Märchenwald. Überall hängen Moose und Flechten wie Fetzen von den Bäumen. Es ist recht dunkel und wild, hier bleiben knorrige, umgefallene Bäume einfach liegen. Am Seeufer pausieren wir einen Moment um die Aussicht zu genießen.

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Der unberührte Wald
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Die Bäume dürfen hier umfallen wie sie möchten
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Mysteriöse Symbole finden wir auf den Bäumen. Gibt es hier Waldgeister??
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Lake Gunn

Dann stapfen wir retour zum Maui und quälen ihn jetzt richtig den Berg hinauf. Es wird immer steiler. Die Schranken auf der Straße sind alle offen, keine Muren oder Lawinengefahr.

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Immer höher gehts hinauf

Wir kommen zu einem Tunnel.   Der ‚Homer Tunnel‘ ist einspurig und führt uns durch den Fuß des Mount Talbot auf die andere Seite des Berges. Das Wasser tropft von der Decke, wir fahren Mittig um nicht mit irgendwelchen Kanten an der Deckenrundung anzukommen. Das Licht am Ende blendet, aber wenn man rausfährt erwartet einen gleich ein toller Ausblick das Tal hinunter. Kleine Wasserfälle laufen die steinigen Abhänge hinunter. Schön ist das.

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Auf der anderen Seite des Tunnels

Wir rollen die Serpentinen runter in den Ort Milford Sound. Der Ort ist eigentlich kein Ort, sondern nur ein Campingplatz mit Hotel und die Touristenstation am See. Am Campground bleiben wir heute Nacht, denn morgen Früh machen wir die Bootstour 🙂 Es gibt hier viele Sandflies im Park, drum bleiben wir lieber im Auto. Heute ist Halloween, davon merkt man hier nichts. Anscheinend gibt es keine Geister und Monster auf diesem abgelegenen Ort…auch nicht schlecht. Good Night!

1.11.
Es geht früh los, um 9.00 legt nämlich unser Boot ab. Am Parkplatz unten am Wasser merken wir erst richtig die touristischen Ausmaße dieses Ortes.  Das Hauptgebäude ist riesig, darin sind Schalter aneinander gequetscht, die jeweils versuchen ihre Touren anzubieten. Es gibt vor dem Gebäude ein eigenes Rondeau wo Touristenbusse stehen bleiben können. Über 30 Busse können hier Passagiere abladen, weitere Parkplätze gibt es am normalen Parkplatz. Im Hafen liegen die Schiffe. Das sind keine Boote, das sind richtige Schiffe für sicher über hundert Passagiere. Einige davon machen die Durchsagen sogar auf Chinesisch. Wir haben Glück und es sind so früh noch nicht so viele Touristen hier. Die meisten kommen angeblich erst ab 11 Uhr. Unser Boot der Milford Sound Nature Cruise ist ein hübsches Segelschiff. Natürlich wird nicht gesegelt, aber optisch macht das schon was her.

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Milford Sound
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Eines der vielen Boote im Hafen

Wir schippern den wunderschönen Milford Sound entlang. Die Berge fallen steil in das Meer ab. Mehrere Wasserfälle sehen wir. Die Schneeschmelze lässt besonders viel Wasser runterstürzen. Seelöwen liegen auf den Steinen in der frühen Sonne. Es ist wunderschön.

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Zwei Stunden lang schippern wir durch den Milford Sound
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Gut gefällts uns am Schiff
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Mount Pembroke thront über den Fjorden
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Auch hier liegen Seebären Babies auf den Felsen

Wir fahren sogar ein bißchen hinaus auf die Tasmanische See. Da weht der Wind stark und die Wellen werden immer höher. Die Tasmanische See ist neben dem Chilenischen Kap Hoorn die wildeste Meeresregion der Welt. Das merken wir ansatzweise. Unser Boot wird auf den Wellen hoch hinaufgetragen und geschüttelt. Unsere Mägen halten das glücklicherweise gut aus. Umgedreht und wieder den Sound hinein an der anderen Seite retour. Dieser Fjord wurde von Gletschern und Erdbeben geformt und hat daher recht glatte Felswände. Der Wald an den Hängen lebt ohne Erde, wie wir erfahren. Moos beginnt zu wachsen, auf dem Moos keimen dann Sträucher und Bäume und alle halten sich mit den Wurzeln zusammen. Wenn einer fällt, reißt er die anderen mit. Solche Baumlawinen kommen immer wieder vor und es braucht ca 100 Jahre bis sich der Wald regeneriert hat. Wir fahren zum Abschluss ganz knapp an einen Wasserfall, ja fast schon in den Wasserfall hinein! Das Wasser spritzt uns ins Gesicht. Toll 😀

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So nah und noch näher sind wir ebenfalls hingefahren
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Schön wars

Zurück im Hafen ist es bereits 11.00 Uhr. Ja bist du deppat. Man kann sich kaum bewegen, so voll ist es mittlerweile. Der Busparkplatz ist voll, das Gebäude bis zum letzten Platz gefüllt und am Weg zum/vom Autoparkplatz schieben sich die Leute. Schnell weg hier. Am Rückweg bergauf bleiben wir beim Wasserfall „The Chasm“ stehen. Hier steht man auf einer Brücke direkt über dem Punkt wo das Wasser in eine Klamm/Höhle hinunterstürzt.

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Da kommt das Wasser…
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Un da stürzt es ab

Beeindruckend, aber auch hier sind Massen an Touristen. Also weiterfahren. Bergauf quält sich unser Wohnmobil. 20,3 Liter auf 100km braucht er gerade. Nur gut, dass der Diesel so günstig war.

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Bei der letzten Serpentine sehen wir große Vögel sitzen. Kann es sein dass es Keas sind? Es sind tatsächlich Keas! Diese vom Aussterben bedrohte Papageienart soll besonders zutraulich und frech sein. Wir parken uns an den Straßenrand und machen Fotos aus der Entfernung. Die Keas sehen uns und kommen näher. Sie setzen sich sogar auf unsere Seitenspiegel und schauen rein zu uns 😀 Sind die lieb. Und fesch sind sie. Wir machen Fotos und Videos und fahren dann weiter.

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Die frechen Keas
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Wir mussten aufpassen, dass Sie nicht beim Fenster rein hüpfen

Hinter uns hat sich nämlich schon eine Schlange gebildet. Andere wollen auch die Vögel erleben. Durch den Tunnel und wieder zurück nach Lumsden! Dort tanken wir wieder den herrlich günstigen Sprit. In dieser Nacht geht wieder die Sirene los. Aber diesmal bleiben wir ruhig liegen. Twitter verrät dass es einen gröberen Unfall gegeben hat. Hoffentlich sind alle wohlauf.

2.11.
Heute fahren wir nach Queenstown! Die Stadt liegt an einem großen See, hat Bergerl im Rücken und hat wenig Ampeln.

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Am Weg nach Queenstown

Darum ist das Autofahren auch recht mühsam, man kommt bei relativ viel Verkehr kaum über die Kreuzung. Wir finden aber einen Parkplatz und gehen zu Fuß in die Stadt. Wir flanieren durch die Fußgängerzone und sehen uns die Geschäfte an. Queenstown ist ein bekannter Wintersportort und außerdem berüchtigt für die vielen Extremsport-Angebote. Hier wurde das Bungee Jumping erfunden und Jetboat Fahrten kultiviert. Die Stadt wirkt komisch auf uns. Alles ist super touristisch. Ein bisschen erinnert es uns an Orte wie Lech oder Kitzbühel. Solche Orte wo man sich fragt, ob hier eigentlich normalerweise überhaupt jemand wohnt. Souvenir Shop, neben Veranstaltergeschäft, neben Restaurant, neben Ferienwohnungen, neben Informationsstandl neben Hotel, neben Bergsteigerequipmentgeschäft… Alles sehr hübsch, modern und jugendlich. Aber wirkt irgendwie künstlich.

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Im Zentrum von Queenstown

Wir bleiben vor einem Geschäft länger stehen. Rein gehen oder nicht reingehen. Machen wirs oder nicht? Hm Hm Hm…gehen wir lieber vorher noch Mittag essen und denken drüber nach. Wir gehen um die Ecke zu einem Thai und essen Grünes Curry, Eierreis und Cocos Curry.

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Im Tham Nak Thai essen wir uns Mut an
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Leckeres Cocos Curry

Nagut. Wir haben das erste Adrenalin von vorher gut überwunden. Wir sind jetzt mutig und gehen zurück zum Geschäft. Kurz noch zögern….ok machen wirs. Wir gehen in das Geschäftslokal des „Shotover Canyon Swing“ und buchen für Sabine und mich einen Sturz 100m in die Tiefe. Uaaaa. Gezahlt, jetzt kommen wir nicht mehr aus. Auweh. Nägelbeißen. Wir werden wirklich springen. Morgen früh ist unser Termin, zu spät um zu stornieren. Wir ziehen es tatsächlich durch…

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Kein Ausweg mehr…wir werden springen :O

Wir beruhigen uns beim Spazieren gehen wieder und holen uns als Nachspeise beim Eisgeschäft Caleidoskop, einer lokalen Institution im Eissektor, ein Zitroneneis. Wir essen es am Strand. Enten und Möwen belagern uns und warten auf ein Stück vom Stanitzel. Wir genießen die Strandpromenade am Hafen, sitzen im Gras und hören Straßenmusikern zu. Die Sonne scheint, die kleinen Jetboote fahren im Hafen aus und ein und die Enten watscheln um uns herum.

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Wir werden belagert
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Die Belagerer
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Am Queenstown Hafen
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Auf der Promenade

Wir übernachten heute am nahegelegenen Lake Hayus. Die Zufahrt dorthin mussten wir erst suchen, die ist nämlich nicht angeschrieben und ist nur eine Schotterstraße, die unauffällig von der Landstraße einen Hang hinunter führt. Unten am See ist dann viel Platz. Eine riesige Wiese direkt am See. Wir parken uns unter einen Baum und genießen die Ruhe.

3.11.
Etwas nervös wachen wir auf. Wir essen ein kleines Frühstück, Banane und ein Brot, denn um 9.00 Uhr müssen wir schon beim Canyonswing sein. Im Geschäft werden wir gewogen und gekommen eine Bemalung auf den Handrücken. Wahrscheinlich kennzeichnen Sie so unser Gewicht, dass sie beim Canyon wissen welches Seil sie verwenden müssen oder so.

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Kriegsbemalung

Wir steigen zusammen mit 7 anderen in einen kleinen Van ein. Ein abgesperrtes enges Wegerl fahren wir knapp am Abhang entlang den Canyon oben rein. Es geht rasch runter auf die Plattform. Momo bleibt im Besucherbereich sitzen und isst einen Apfel. Sabine und ich kriegen das Geschirr angelegt und wir beobachten, wie die ersten Wahnsinnigen bereits in die Tiefe stürzen.

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Die Nerven liegen blank

Wer springt zuerst? Sabine oder ich? Ich springe zuerst. Ok..ich werde aufgerufen. Wie will ich springen? Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten. Vorwärts? Rückwärts? Eine Rutsche runter rutschen? Mit einem Sessel nach hinten kippen? Mit einer Tonne über dem Kopf? Ich denke ich werde mit Anlauf runterspringen. Ich werde angehängt, meine Handbemalung wird gecheckt und Seile gekürzt. Aha, hatte ich also Recht. Ok los gehts. Shit is das tief. Ok…jetzt gibts eh kein Zurück mehr. Und los… AAAAAAAAAAAAAH

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Abschiedsfoto für die Hinterbliebenen
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Und abwärts gehts mit Anlauf
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AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah

Es ist schrecklich. Und es ist großartig. Es ist fürchterlich. Es ist toll. Es ist alles so schnell wieder vorbei. Als sie mich wieder auf die Plattform hochziehen bin ich voll mit Adrenalin.

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Erleichterung steht groß auf meinem Gesicht

Die Hände zittern, mein Grinser am Gesicht will nicht weg gehen. Ich muss mich mal hinsetzen…Jetzt ist Sabine dran. Sie wählt als Sprungart den „Gimpboy goes to Hollywood“ aus. Sie wird über Kopf an einer Stange rausgehängt und sieht gerade nach unten in den Abgrund. „Kann ich mich noch umentscheiden?? Bitte!!!!“ fragt sie den Angestellten als sie da hängt.

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„GimpBoy goes to Hollywood“

„No :D“ Grinst er und löst den Verschluss. Mit einem „AAaaaaaah“ saust sie davon.

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xD

Momo und ich sehen uns ihren Sturz auf einem Bildschirm an. Hihi. Lustig. Sabine kommt ebenfalls mit einem dicken Grinser und zittrigen Händen wieder rauf. WE DID IT 😀 Super. Wir werden gefragt ob wir nochmal springen wollen…Ähm. Nö. Danke. Wir kaufen uns im Büro noch den USB Stick mit unseren Videos und fahren wieder zurück in die Stadt. Wir gehen noch etwas spazieren um das Adrenalin abzubauen und steigen erst zu Mittag in unseren Maui. Wir sind in Queenstown fertig und wollen weiter nach Wanaka fahren. Das Navigationssystem führt uns über Arrow Junction eine steile Straße, die Crown Range Road, über den Hügel. Die Serpentinen am Anfang sind nicht ohne, aber als fahrerprobter Österreicher ist sowas ja kein Thema für mich.

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Serpentinen zu Beginn der Crown Range Road
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Danach ist sie gemütlich gerade

In Wanaka parken wir uns auf dem Wanaka Kiwi Holidaypark ein. Dort gefällt es uns. Momo hat ein Trampolin und einen Spielplatz, wir haben schnelles Internet und gute Facilities. Wir sehen uns unseren Maui Vertrag an, denn unser Wohnmobil macht kleinere Mätzchen. Im Vertrag entdecken wir dann eine Passage „Straßen, die Sie unter keinen Umständen befahren dürfen“…zum Beispiel: die Crown Range Road. Öha. Naja, erzählen wirs halt keinem 😛

Wir gehen uns duschen, dann entspannen wir. Ich koche Reisfleisch. Momo hat sich Bratwürstl gewünscht. Die koche ich im Gemeinschaftshaus. Das Haus ist ein  offener Raum, der Küche, Ess- und Wohnzimmer zugleich ist. Die Würstl in der Pfanne beginnen zu rauchen und das ganze Haus beginnt sich von der Decke her mit grauem Dunst zu füllen. Bis kurz über Kopfhöhe verneble ich alles mit dichtem, stinkenden Rauch. Die Leute drin schauen zwar, aber stören tut es keinen wirklich.  Glück gehabt. Alles fertig gekocht, raus zum Wohnmobil. Allen schmeckts. Ich schneide noch am Abend das  Canyonswing Video (Hier gehts zum Video) für unseren Youtube Kanal und dann falle ich totmüde um.

4.11.
Wir wechseln den Platz innerhalb des Campgrounds, damit wir direkt beim Trampolin parken können. Danach fahren wir in die Puzzling World. Die ist nett. Hier gibt es viele optische Täuschungen zu sehen und Knobelrätsel zu lösen. Das Labyrinth draussen lassen wir bleiben, heute regnets. Momo gefällt draussen der schiefe Uhrturm am besten. Ein Foto ist ein Muss.

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Puzzling World, oder „Kuddel Muddel Welt“, wie Momo sie nennt
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Sogar am Klo gibt es optische Täuschungen
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Sabine hat auch Freude am schiefen Turm von Wanaka

Am Weg zurück bleiben wir in Wanaka stehen und gehen beim ‚Amigos Mexican Grill‘ essen. Mmmh herrliche Soft Tacos. Ich nehme Steak und Pulled Pork, Sabine probiert die Tacos mit Karfiol und Kürbis. Momo isst (leider) nur Pommes. Sabine schlürft noch eine leckere Elderita, eine Margherita mit Holunderblütensirup. Mmmh.

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Pommes olé, der Rest wird nicht angerührt
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Dieser Gringo wartet auf seine Tacos
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La Elderita

Zurück am Campground waschen wir die Wäsche. Die Waschmaschine schleudert  aber anscheinend nicht und die Wäsche kommt klatschnass raus. Wir geben sie in den trockner und nach drei (!!!) Durchgängen ist sie immer noch so nass, wie sie normalerweise aus der Waschmaschine kommen sollte. Wir reden mit den Damen an der Rezeption. Die geben uns netterweise 8 Dollar und wir sollen zwei andere Trockner verwenden. Das hilft glücklicherweise und wir haben wieder saubere Sachen. Alles supi. Ein gemütlicher Tag geht zu Ende und wir freuen uns schon aufs Weiterfahren morgen. Da wollen wir nach Fox Glacier in die Berge. Dort soll es auch Glühwürmchen geben! Also…gute Nacht und bis Morgen!

 


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