Wohnmobil Tagebuch Teil 1: Nordinsel Teil 1

Von Jacob

Los gehts!

15.10.
Wir packen in Auckland alles ein und bestellen uns einen Uber-Taxiservice und wollen zum Maui Wohnmobilverleih beim Flughafen fahren. Der Fahrer schreibt, dass er da ist. Wir gehen runter und sehen ihn, da dreht er um und fährt weg. Was ist los mit ihm? Trottel. Wahrscheinlich hatten wir zu viel Gepäck für ihn oder sehen wir so grimmig aus? Ich sehe, dass mir Uber 10 Dollar verrechnet weil wir angeblich die Fahrt nicht annehmen wollten. Sauerei. Der Tag startet ja toll. Wir ärgern uns. Bestellen einen neuen Uber. Der kommt rasch und nimmt uns mit. Wir kommen bei Maui an und nehmen das Auto entgegen. Die Prozedur dauert länger bis wir alle Einweisungen bekommen, Zettel unterschrieben und Kontrollgänge gemacht haben. Wir fahren los!

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Unser elegantes Maui Wohnmobil

Auf der linken Seite. Links fahren funktioniert aber gut, auch das Wohnmobil habe ich gut im Griff.

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Der Kindersitz taugt Momo

Erst mal wollen wir raus aus der Stadt, also düsen wir einfach mal los nach Rotorua. Da sind wir bald. Geparkt wird am Parkplatz am Lakefront Drive mit Blick auf den See. Wir packen jetzt alles aus, räumen die Sachen in die Regale und Kästen ein und versuchen es uns gemütlich zu machen. Momo ist derweil fad und will gleich danach auf den Spielplatz. Der ist nebenan, groß und macht ihm Spaß. Zwei Typen in zerrupften, nicht sehr hübschen Tiger Kostümen verteilen hier Zettel für ein indisches Lokal. Wir nehmen den Flyer entgegen, lächeln nett und halten Abstand. Irgendwie sehen die creepy aus. Da gehn wir sicher nicht hin. Wir besuchen lieber die Eat Street. Das ist eine Mini Fußgängerzone nur mit Lokalen. Da können wir uns schwer entscheiden. Die Wahl fällt auf den Inder ‘Star Tandoori’. Alles gut, der schmeckt. Auch Momo gefällt es hier. Sabine ist etwas kalt obwohl die Heizstrahler eingeschaltet sind. Wir gehn wieder ins Wohnmobil, ziehen das Bett von der Decke runter und richten alles für die Nacht her. Wir liegen zu dritt im hängenden Bett…Das wird lustig 🙂

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Ein Blick ins Wohnmobil
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Kuschelig haben wirs hier 🙂

 

16.10.
Die Nacht war gut, wenn auch eng. Etwas wackelig, aber nicht unangenehm. Heute machen wir einen Spaziergang. In Rotorua gibt es kochend heiße Mineralquellen. In einem großen Park befinden sich viele umzäunte Löcher in denen dampfendes Wasser sprudelt. Die Luft stinkt ein wenig. Dürfte Schwefel mit im Spiel sein. Einen kleinen See gibt es hier auch. Über den führt ein flacher Holzsteg. Das Wasser dampft und lässt den Steg in einer Wolke verschwinden. Wir spazieren durch den warmen Nebel. Lustig 😀

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Rotorua Hot Pools
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Am Steg ist es warm wie im Dampfbad

Danach gehts in den angrenzenden Wald zu den Redwoods. Ein kleiner Rundwanderweg führt uns durch den Wald mit großen Redwood Mammutbäumen. Sehr hübscher, ebener Weg, führt wieder an schwefeligen Lacken vorbei, in denen ausgebleichtes Gehölz liegt.

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Redwood Mammutbäume
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Auch hier bei den Redwoods gibt es schwefelige  Mineralquellen

 

 

Wir wollen weiter Richtung Süden fahren und sehen an der Straßenseite eine Baustelle. Hier bauen Sie ein großes Besucherzentrum namens Te Puia. Wir bleiben stehen und sehen uns mal an was es dahinter zu sehen gibt. Te Puia ist ein Areal mit vielen heißen Quellen und dem größten Geysir der südlichen Hemisphäre. Ui, das wollen wir sehen. Teuer ist der Eintritt. Es gibt hier auch Maori Vorführungen, aber das lassen wir bleiben. Wir gehen geradewegs zum Geysir und sehen aus der Entfernung, dass er auch gerade Wasser spuckt. Unser erster Geysir den wir jemals gesehen haben! Das wollen wir auch aus der Nähe sehen. In einer Stunde solls wieder so weit sein.  Währenddessen sehen wir uns das ganze restliche Areal an. An einer Stelle wird noch auf traditionelle Art gekocht indem Essen in einem Flechtkörbchen in die sprudeln heiße Quelle gehalten wird. Ein Stück weiter gibt es blubbernde Gatschlacken. Das ist angeblich hoch mineralisierter Schlamm („Rotorua Mud„), der großartig für die Haut sein soll. Leider alles abgesperrt, wir können uns kein Schälchen rausschöpfen. Da bleiben nur die „Rotorua Mud“-Kosmetikartikel aus dem Souvenirshop. Es gibt hier auch eine Kiwi-Aufzuchtstation! Da gehen wir rein. Alles dunkel. Wir starren durch eine Glasscheibe auf ein 20m2 großes Waldstück. Wir haben Glück und sind zur Fütterungszeit da. Die Vogerl lassen sich aber Zeit und wollen nicht aus ihren Behausungen rauskommen. Es kommen dafür viele andere Touristen, die haben aber kein Sitzfleisch und gehen gleich wieder raus. Auf den Infrarot Kameras sehen wir, dass die zwei jungen Kiwis, die aktuell hier beheimatet sind, sich noch in ihren Nesterln putzen. Aber plötzlich kommt einer raus. Die sind ja riesig! Wir dachten Baby Kiwis seien klein, aber die haben ja fast schon Hühnergröße! Wir sind happy, weil wir einen Kiwi gesehen haben und das nicht in einem Zoo sondern in möglichst realistischer Umgebung. Das freut uns. Der Blick auf den Kiwi war kurz, nach wenigen Sekunden war er wieder im Nest. Zu schnell für die Kamera… Jetzt nochmal zum Geysir, der spuckt wieder. Wir stehen in der ersten Reihe und sehen uns das 10 Minuten dauernde Spektakel genau an. Supi 🙂

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Te Puia Geysir

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Wir fahren Weiter zum Lake Taupo, wo wir uns bei einem Countdown Supermarkt voll eindecken. Direkt am See suchen wir uns einen schönen Platz im 5 Mile Bay Recreation Reserve. Superschön. Wir stehen der Aussicht wegen quer zur Küste. Wir sehen uns den Sonnenuntergang an, hören dem Rauschen der Wellen zu und lassen uns vom Wind in den Schlaf wiegen 🙂

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Wir bestaunen Lake Taupo bis wir einschlafen

 

17.10.
Die Nacht war recht wackelig. Sabine hat daher schlecht geschlafen. Nach einem Frühstück fahren wir nach Himatangi ans Meer zum Himatangi Beach Holiday Park. Unser erster bezahlter Campingplatz 🙂 Noch etwas unsicher wie genau die Abläufe sind checken wir wie das Wohnmobil funktioniert. Wasser nachfüllen, Strom anschließen, Dreckwassertanks auslassen…wir tasten uns an das Vehikel heran. Wir gehen uns duschen, Sabine geht Wäsche waschen und sieht sich alle Facilities an, Momo und ich schauen zum Strand. Wir sehen einen sehr breiten Strand mit weichem Sand und Treibholz überall. Nicht nur kleine Äste sondern ganze Baumstämme werden hier angespült. Zwischen Muscheln uns Steinen finden wir im Sand auch viel weißen Bimsstein. Wir sammeln ein paar schöne Exemplare und verbringen noch anderthalb Stunden damit Stöcke ins Wasser zu werfen und damit zu versuchen einen Baumstumpf zu treffen. Zurück im Park hat Sabine bereits die frische Wäsche eingeräumt. Ich koche noch Abendessen, Momo hüpft derweil am Trampolin die letzte Energie aus sich raus und dann fallen wir alle ins Bett.

18.10.
Guten Morgen! Wir düsen heute in die Hauptstadt! Ab nach Wellington! Die Highways werden zweispurig und es fahren mehr Autos herum. Man merkt wir kommen näher. Und da sehen wir den ersten Blick auf Wellington!…..Wo ist die Stadt?….Häuser sehen wir, aber wo ist die Stadt? Wir kurven am Meer entlang auf die Stadt zu. Hinter dem Hügerl sehen wir noch mehr Häuser. Komisch. Nach Auckland mit seinen vielen Wolkenkratzern und dem Skytower hatten wir eine noch imposantere Stadt erwartet. Es festigt sich aber das Bild, dass Wellington auf vielen Hügeln erbaut ist und man daher die Hochhäuser nicht als solche wahrnimmt. Es gibt sie, aber man sieht sie nicht 😀 Erst wenn man direkt vor ihnen steht. Der Rest der Stadt ist niedrig gehalten. Sehr gemütlich siehts aus. Wir bleiben aber nicht in der Stadt stehen sondern fahren durch an die felsige Küste zum Gratis Parkplatz vom Te Kopahou Visitor Centre. Das Meer ist großartig. bedrohlich hohe Wellen knallen hier gegen die schroffen Felsen. Wir können uns nicht satt sehen und starren lange einfach nur still aus dem Fenster. Momo schläft ein bisschen. Der Wind geht hier stärker und wir wackeln. Uns gefällt es aber hier, da wollen wir bleiben.

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Ein kurzes Schläfchen zwischendurch

 

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Die Brandung schlägt gefährlich gegen die Felsen

Ich schnalle mir die Laufschuhe an und mache alleine einen sportlichen Ausflug an der Küste entlang am Red Rocks Walkway. Das ist eine nur für Mutige Offroad taugliche Fahrzeuge geeignete Schotter-/Sandstraße auf der selbst Fußgänger Mühe haben zu gehen. Die Wellen kommen an einer Stelle sogar über die Straße. Ich laufe, rutsche, gehe den weg entlang bis mir die Füße weh tun. Ich spaziere weiter und finde im nassen Sand frisch angespülte Muscheln und Schnecken. Darunter auch die wunderschönen Paua Schnecken (kennt man auch als ‚Abalone‘). Handtellergroß mit blau schillerndem Perlmutt. Die sind toll. In Souvenir Shops gibt es die hier teuer zu kaufen…und hier liegen sie einfach herum. Toll. Ich sammle viele und stopfe meine Jackentaschen voll. Zurück beim Wohnmobil zeige ich Sabine und Momo meine Beute. Schuhe ausziehen…was sehe ich da? Zwei fette Blasen auf meinen Füßen. So macht Laufen keinen Spaß. Daheim in Wien muss ich dann die Einlagen wieder rausnehmen. Hat ja keinen Sinn so.

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Die schönen Paua aus der wilden Brandung

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19.10.
Die Nacht war sehr unruhig. So nah am Meer und mit starkem Wind haben wir alle schlecht geschlafen. Es war eiskalt und das Wohnmobil hat hin und her geschaukelt. Sabine ist das zu viel und möchte ab sofort nicht mehr im Hängebett, sondern lieber unten schlafen. Alles klar. Wir bauen den Tisch ab und wandeln ihn in ein Bett um. Essen wir halt ab jetzt immer im Bett. Auch gemütlich. Danach wollen wir die gesammelten Muscheln sortieren. Nur die schönsten möchten wir mitnehmen. Wir gehen raus, sehen uns alle an und entscheiden welche wir behalten. Wir wissen welche wir da lassen. Kalt ists, wieder rein ins Wohnmobil! Komisch…die Türe ist zugesperrt. Hey Sabine hast du den Autoschlüssel? Den soll ich haben? Nein. Momo? Auch nicht. Scheiße. Ausgesperrt! Schlüssel ist drin, alle Türen und Fenster zu. So ein Mist. Es geht ein Wind und alles ist im Auto. Handy, Geld, Jacken,….jetzt müssen wir uns schnell was ausdenken. Ich sehe aus der Ferne ein Auto am Parkplatz, das wie ein Firmenauto wirkt. Der hat sicher kein Tourist und hat ein Handy. Ich gehe hin und habe Glück, er ist der Zuständige für diesen Park. Dort wartet er mit mir bis die Abschlepper alles verstanden haben. Sehr nett. Ich frage was er denn so verlange wird? Daheim wären es wahrscheinlich 50 EUR Anfahrt, 150 EUR Arbeitszeit und 50 EUR Expresszuschlag…ich stelle mich daher auf ca 400 Dollar ein… Er meint: „80 Dollar, wenn wir es nicht schaffen rein zu kommen kostet es nix“. Hey! Das ist ja super! Im Büro der Abschleppfirma höre ich Gemurmel…“what car?…Motorhome with Mercedes Cabin?…Do you know how to?…No…You?…Smash the window?…Yeah, I may have to….“ Oh mein Gott die kennen sich mit der Marke nicht aus und wollen mein Fenster einschlagen??? Ich hoffe aufs Beste. Wir fahren zurück zum Auto und er legt los. Ich beobachte ihn genau, damit ich gleich weiß wie ich in Wien zu einem neuen Auto komme. Er probiert viel und schafft es!!! Hurraaa!!!! Von Aussperren bis jetzt ist kaum eine Stunde vergangen. Perfekt! 20 Dollar Trinkgeld gebe ich, das war ja großartig schnell und superfreundlich. Tip Top. Glück gehabt 🙂
Wir fahren erleichtert zu einem anderen, windstillen Gratis-Parkplatz in Wellington drin, zum Evans Bay Marina Carpark.

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Evans Bay Marina Carpark
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Hello Wellington!

Wir fahren allerdings nicht den direkten Weg sondern die schmale Hornsey Road am Hügel entlang um eine schöne Aussicht auf Wellington zu haben. Very scenic aber mit unserem dicken Maui haben wir nur sehr wenig Platz. Einer parkt sogar so blöd, dass Sabine aussteigen muss und mich zentimeterweise zwischen den links und rechts parkenden Autos durchlotst. Aber wir schaffen alles. Am Parkplatz angekommen wollen wir zu Fuß die Stadt erkunden. Gegenüber ist eine Bushaltestelle. Laut Fahrplan haben wir den Bus knapp verpasst und der nächste kommt erst in 45 Minuten. Also gehen wir zu Fuß. Kaum losgegangen fährt der Bus an uns vorbei. Anscheinend hatte er Verspätung. Grrrr. Wir ärgern uns also tatsächlich zu Fuß über den Berg Richtung Innenstadt. 20 Minuten keuchen wir die steilen Straßen rauf. Und finden dann oben aber eine neue Bushaltestelle. Der Bus kommt auch bald. Wir fahren durch alten, kleinen, einspurigen anno 1900 Tunnel durch den Berg und sind endlich im Zentrum.
Der erste Stop ist die Post um das Packerl von unserem Youtube Gewinnspiel zu versenden. Klappt alles gut 🙂 Wir gehen in den Food Court „Capital Market“ auf der Willis Street. Der ist toll. So viele leckere Sachen gibts da. Ich suche mir wieder mal ein grünes Thai Curry aus, Sabine ein Ei-Halloumi Bim Bap und Momo ein Sweet Chicken Bap oder so ähnlich 😀 Danach gabs einen Verdauungsspaziergang durch die Stadt.

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Wandmalereien findet man in Wellington an vielen Ecken

Mit dem alten Cable Car, einer historischen Standseilbahn, fahren wir hinauf auf den Hügel zu den Botanischen Gärten hinauf. Ein tolles Panorama über Stadt gibts hier.

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Die Seilbahn und der Blick auf Downtown Wellington

Wir gehen über Umwege zum Spielplatz, der ist hübsch gelegen. Momo tobt sich hier aus und liebt es seinen Rucksack in das große Metallgestänge-Spielauto zu legen und zu spielen, dass der Rucksack der Motor ist. Er holt ihn raus und wirft ihn weg….Unfall….wieder rein….Maaaaum….raus….Unfall!

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Im Cable Car Museum

 

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🙂

Unten in der Stadt gehen wir Zick-Zack durch die Straßen und machen etwas Sightseeing. Rathaus, Hafen, Parlament und zu Te Papa, dem Nationalmuseum. Wir gehen aber nirgends rein, es ist schon viel zu spät. Ein Bus bringt uns direkt zu unserer Haltestelle und wir gehen bald schlafen 🙂

20.10.
Heute fahren wir zu den WETA Studios! Die machen die ganzen Requisiten für große Filme wie bspw die Herr der Ringe Trilogie, Chroniken von Narnia, King Kong und viele, viele mehr. Wir finden mit dem Wohnmobil nur schwer einen Parkplatz, aber sind früh genug hier. Wir parken 5 Gehminuten entfernt, das passt gut. In den Weta Caves, wie sie die Studios nennen, herrscht leider strenges Foto- und Videoverbot. Im Shop und Foyer darf man aber noch wild knipsen. Hier stehen falsche Hobbit Füße, lebensgroße Orks und auch Gollum sitzt hier mit einem Fisch in der Hand.

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Die Führung gefällt uns. Eine angestellte dort in der Haar und Kosmetikabteilung angestellte Künstlerin führt uns durch die Räume. Wir sehen viele Originalkostüme aus den Filmen und lernen wie künstliche Waffen, Kettenhemden, Masken und Kostüme hergestellt werden. Wie man es schafft, dass Kunststoff am Bildschirm aussieht wie Metall und Beton wie Holz. Coole Sache.

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Der Beton-Baum (noch ohne Farbe)

Danach fahren wir zurück und gehen ein bißchen stadtauswärts zu den Shops vom Ortsteil Kilbirnie. Dort bleiben wir lange in einem Buchgeschäft und essen danach Pizza im Plaza Cafe and Pizza und gammeln bis spät abends im Wohnmobil herum. Gmiadlich hammas da.

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Pizza geht immer

21.10. Wir wollen uns heute das angeblich tolle Museum Te Papa ansehen. Vorgestern sind wir ja mit dem Bus von dort direkt zum Parkplatz gefahren und wir wollen dieselbe Line auch wieder hin nehmen. Tja…Samstag kein Service 😡 Wir müssen eine andere Route finden. Wir müssen große Kreisverkehre gefährlich kreuzen um zur nächsten Bushaltestelle zu kommen aber wir finden sie schnell. Ab ins Te Papa! Hier gibt es alles was man über Neuseelands Geschichte wissen möchte. Maori Kunst und Kultur, die Originalabkommen zwischen den Maori und der britischen Krone, native Tiere und geologische Besonderheiten kann man ebenfalls erleben. Eine große Ausstellung gibt es: „Gallipoli-The Scale of our War“. Hier wird in amerikanischer Manier der Krieg glorifiziert, die Soldaten zu Helden erklärt und heroische Aussprüche groß auf Wände geschrieben. Ein schönes Beispiel: „I stepped foot on the beach and many of us were dying fighting the enemy. It was the most glorious day of my life.“ Überlebensgroße, aber lebensecht (von den Weta Studios) gestaltete Figuren machen die Ausstellung sehenswert.

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Riesige Figuren in der Gallipoli Ausstellung

Natürlich sind auch Posen dabei, wie schreiende, allein gegen den Feind ankämpfende, verwundete Soldaten, aber auch weinende Krankenschwestern oder Gefallene Soldaten. An den Wunden wurde nicht viel geschönt, immerhin stellen Sie den Krieg nicht ganz harmlos dar. Das Museum ist riesig, Momo wird es nach dem Erdbebensimulator langsam zu viel. Es sind auch viele Besucher hier. Wir gehen raus und gehen im besten Fish’n’Chips Lokal der Stadt (für viele das Beste in ganz Neuseeland) „The Chippery“  essen. Wir probieren Gem Fish (sehr gut), Lemon Fish (ok), Snapper (sehr gut) und Lachs (Klassiker). Momo mampft glücklich seine Fish Fingers mit Curly Fries und nascht auch bei Sabines Fish Finger Sandwich mit.

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The Chippery
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Mmmmmmh

Mit einem Bus fahren wir wieder zurück zum Auto. Wir brauchen dringend Strom. Die Zahnbürste hat keinen Saft mehr. Also fahren wir weg und parken uns um in den Wellington Top 10 Holiday Park. Der ist ok und hat alles was wir brauchen. Das Personal ist nicht sonderlich freundlich aber dafür ist der Campingplatz wenigstens teuer. Wir leeren den Dreck aus, laden den Strom und füllen Wassertanks auf. Momo hat am Spielplatz einen riesigen Hüpfpolster und möchte gar nicht aufhören zu hüpfen und drüber zu rennen. Direkt neben uns parkt ein anderer Campervan. Wir lernen die beiden Besitzer, zwei nette Wiener kennen! Thomas und Elisabeth. Sie machen 3 Wochen Neuseeland Urlaub. Sabine und Momo gehen schlafen, Elisabeth werkt im Van herum und Thomas und ich plaudern noch bis lange nach Sonnenuntergang über Gott und die Welt. Ich muss aber auch schnell schlafen, denn morgen Früh gehts ab auf die Fähre zur Südinsel!!!


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