„Family-Wars“ oder „Bitte einmal Respekt für alle“!

Ich bin mit 2 großen Brüdern aufgewachsen die gute 10 Jahre älter sind. Ich war das verwöhnte, lang ersehnte Nesthäkchen-Mädchen und noch dazu Scheidungskind. Ich durfte fernsehen so viel und was ich wollte (Akte X in der Volksschule, OMG!), Süßes essen, Cola trinken, Mäci essen, Computer spielen… usw.
Bei Jacob war es anders. In der Schulpause bin ich mit meinem Wurstbrot dagesessen, Jacob hatte im gleichen Alter nur Cottagecheese-Gurken-Dinkelbrot im Jausensackerl.
Jacobs Familie war viel mehr Öko und edukativ unterwegs. Es gab viel Bio-Essen alla Quinoa Dinkellaibchen mit Joghurtsauce und lange kein Computer spielen für Jacob oder solch unnützes Spielzeug wie Barbie für seine Schwester. Lieber ein paar Stunden Chello Unterricht.

Auch, wenn es für manche unglaublich klingt, aber wir beide sind nun erwachsen und wohlauf.

Ich bin normal gewichtig, gesund, esse kaum Süßes oder FastFood, trinke Cola nur zu Pizza und habe leider keine Zeit mehr zum Computer spielen. Jacob ist übergewichtig, gesund, Stress-Esser, sitzt nicht gerne stundenlang vorm Computer und spielt nicht mehr Chello. Natürlich gab es in unserer Kindheit noch viel mehr Facetten als diese, aber es ist ein (überspitztes) Beispiel dafür, dass diese unterschiedlichen Erziehungsstile weder bei ihm noch bei mir gravierende bleibende Schäden hinterlassen haben.

Ich möchte weder das Eine noch das Andere richtig oder falsch heißen. Ich möchte aufzeigen, dass es einfach oft kein richtig oder falsch gibt. Es gibt so viele Wege und jeder soll seinen eigenen Weg gehen. Wege können sich natürlich auch ändern, zum Glück ist Nichts in Stein gemeißelt.

Heutzutage gehen die Diskussionen oft um Familienbett vs. eigenes Bett, Tragen vs. Kinderwagen, Stillen vs. Fläschchen, Freilernen vs. Schule, Vegan vs. Fleischesser, TV oder kein TV, Zucker oder kein Zucker,… die Liste ist schier unendlich und jeder hat seine Meinung dazu.  Ich merke auch wie man mich bzw. uns oft versucht in jeweils eine dieser Schubladen zu schieben, aber das fühlt sich einfach so falsch an.
Warum muss man immer das eine oder andere sein? Kann man nicht auch Dinge mal so und mal so machen bzw. sich überall das rausnehmen was einen gefällt und seine eigene Mischung daraus machen? Hauptsache es fühlt sich gut an! Es gibt so viele Möglichkeiten, akzeptieren wir doch, dass jeder seine eigene Art hat.

Wir haben zu Hause ein Familienbett, aber im Urlaub liegt Momo manchmal in einem eigenen Bett. Wir haben ihn viel getragen, waren aber auch viel mit dem Kinderwagen unterwegs. Er hat das Fläschchen bekommen, liebt Wurst, darf oft mit dem Handy oder IPad spielen,… Momentan essen wir Fleisch würden aber sehr gerne einmal rein vegane Ernährung bzw. Rohkost ausprobieren. Momo war seitdem er 1 ½ Jahre jung ist im Kindergarten, jetzt werden wir freilernen ausprobieren.

Finde ich deshalb stillen schlecht? NEIN! Belehre ich andere Menschen, weil sie andere Essgewohnheiten haben? NEIN! Sind alle Eltern, deren Kinder im eigenen Zimmer schlafen, schlechte Eltern? NEIN! Verteufel ich alle Eltern, die ihre Kinder in eine Regelschule schicken? NEIN!

Es macht einfach jeder anders und so, dass es zu ihm und seiner Familie passt. PUNKT.
Es wäre so schön, wenn wir die verschiedenen Wege gegenseitig mehr respektieren würden. Wir wollen doch alle nur das Beste für unsere Kinder 🙂

LEBEN UND LEBEN LASSEN ❤

Alles Liebe von mir 🌼


2 Gedanken zu “„Family-Wars“ oder „Bitte einmal Respekt für alle“!

    1. Danke 🙂
      Ich gebe dir vollkommen Recht! Ich gehe im Artikel davon aus, dass jeder nur das Beste für sein Kind will und schließe natürlich jede Form von Gewalt aus. Gewalt IST falsch und da gibt es auch keine Diskussion. Deshalb kann es ja auch zum Glück zur Anzeige gebracht werden.

      Gefällt 1 Person

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